Russland

336.000 Unterschriften gegen repressive Gesetze in Russland

30.01.2014
Übersetzung aus dem Russischen: Translators for Justice
Quelle: http://www.novayagazeta.ru/news/302740.html

Eine junge Frau in einem Tutu-Kleid läuft über den schneebedeckten Jausa-Tor-Platz in der Moskauer Innenstadt. Hinter sich zieht sie ein Transparent mit einem Zitat von Präsident Wladimir Putin: „Gemeinsame Priorität des Staates und des Volkes sollte die Unterstützung der Bürgerrechtsbewegung sein“. Als die Frau ihre Winterstiefel auszieht, kommen rosa Ballettschuhe zum Vorschein. Bei Eiseskälte fängt sie mit zusammengeketteten Händen an zu tanzen, um mit diesem Bild Russland als bemitleidenswertes und seiner Freiheit beraubtes Land zu verkörpern. (more…)

Vorbestrafte werden zur Kündigung gebeten

30.08.2012
Übersetzung aus dem Russischen: Translators for Justice
Quelle: http://expert.ru/2012/08/30/sudimyih-prosyat-uvolitsya/?n=87778

Russische Schulen haben begonnen, vorbestrafte Lehrkräfte zu entlassen. Schulische Einrichtungen sind aufgrund jüngster Änderungen im Arbeitsgesetzbuch der Russischen Föderation verpflichtet, diese Maßnahmen durchzuführen. Die Menschenrechtsbeauftragten aus den verschiedenen Regionen haben Hunderte von Briefen entlassener Lehrkräfte auf dem Tisch liegen. Darin werden sie gebeten, die entstandene Situation zu klären. Allerdings raten Juristen den entlassenen Lehrkräften, sich an das Gericht zu wenden und dort für ihre Rechte zu kämpfen. (more…)

Möchtegern-Mutter. Warum Julia Kusmina nicht als Opfer amerikanischer Adoptiveltern gesehen werden kann

26.02.2014
Übersetzung aus dem Russischen: Translators for Justice
Quelle: http://rusrep.ru/article/2013/02/26/mat/

von Dmitri Markow

In den USA ist Maxim Kusmin gestorben, ein weiteres aus Russland adoptiertes Kind. Er wurde, wie Dima Jakowlew, aus einem Kinderheim in Pskow adoptiert. Die Mutter, Julia Kusmina, meldete sich umgehend aus der Stadt Gdow und schrieb – angeblich aus eigener Initiative – einen Brief an den Kinderrechtsbeauftragten Pawel Astachow, in dem sie erklärte, sie trinke jetzt nicht mehr, habe eine Arbeitsstelle gefunden und werde bald heiraten. Sie bat die Behörden, ihren zweiten Sohn aus Amerika zurückzuholen. Wenige Tage später hatte sie in einer Talkshow das Mitgefühl des ganzen Landes erregt, das nun „die korrupte Vormundschaftsbehörde“ verfluchte. Tags darauf wurde klar, dass es sich hierbei um die schamloseste Show in der Geschichte des „Waisenkrieges“ handelte. Ein Korrespondent der russischen Onlinezeitschrift „Russkij Reporter“ ging in dem Gebiet Pskow auf die Suche nach dem Mutterinstinkt der Julia Kusmina. (more…)

Menschen im Rollstuhl. Georgij Mestergasi: Schaffung einer barrierefreien Umgebung ist Problem auf föderaler Ebene

19.05.2014
Übersetzung aus dem Russischen: Translators for Justice
Quelle: Swobodnaja Pressa, http://svpressa.ru/society/article/87792/

von Olga Krasiwskaja

Am 15. Mai fand im Südöstlichen Verwaltungsbezirk Moskau eine Aktion unter dem Motto „Menschen im Rollstuhl: Gibt es eine barrierefreie Umgebung?“ statt. Die Aktion wurde von Georgij Mestergasi geleitet, promovierter Chefarzt im Krankenhaus für Kriegsveteranen Nr. 2. Mestergasi fuhr im Rollstuhl eine vorgegebene Route ab, die sich vom Krankenhaus im Wolgogradskij Prospekt bis zur Taschkentskaja-Straße erstreckte. Es war ein trauriges Bild: Ein erwachsener, starker Mann, fast zwei Meter groß, versucht die Rampe, die zu einem Wohnhaus führt, hinaufzufahren. Doch vergebens, der Aufstieg war einfach zu steil! Anschließend versuchte er, über die Auffahrrampe auf den Bürgersteig hinunterzufahren, jedoch drohte die Aktion zu scheitern und mit nicht weniger als einer Gehirnerschütterung zu enden… (more…)

Turtschinow ordnete Bildung von nicht-staatlichen Bataillonen an

01. 05.2014
Übersetzung aus dem Russischen: Translators for Justice
Quelle: http://propaganda-journal.net2/8555.html (1)

Turtschinows Reaktion auf Timoschenkos Aufruf „Volkswiderstandsgruppen gegen die russische Aggression“ zu organisieren, ließ nicht lange auf sich warten. Offenbar aus der Erfahrung des Anti-Terror-Einsatzes heraus, als die Soldaten und Offiziere der Ukrainischen Streitkräfte sich geweigert hatten, auf die Bevölkerung von Donbass zu schießen, meint Timoschenko, dass solche Bataillone aus Patrioten, vorzugsweise mit Armeediensterfahrung, und aus Afghanistankrieg-Veteranen gebildet werden müssen. Die Gruppen sollen bewaffnet werden (es blieb allerdings unklar, durch wen) und ihr Vorgehen mit der Armee, dem Innenministerium und dem Sicherheitsdienst koordinieren. (more…)