Adoption

Möchtegern-Mutter. Warum Julia Kusmina nicht als Opfer amerikanischer Adoptiveltern gesehen werden kann

26.02.2014
Übersetzung aus dem Russischen: Translators for Justice
Quelle: http://rusrep.ru/article/2013/02/26/mat/

von Dmitri Markow

In den USA ist Maxim Kusmin gestorben, ein weiteres aus Russland adoptiertes Kind. Er wurde, wie Dima Jakowlew, aus einem Kinderheim in Pskow adoptiert. Die Mutter, Julia Kusmina, meldete sich umgehend aus der Stadt Gdow und schrieb – angeblich aus eigener Initiative – einen Brief an den Kinderrechtsbeauftragten Pawel Astachow, in dem sie erklärte, sie trinke jetzt nicht mehr, habe eine Arbeitsstelle gefunden und werde bald heiraten. Sie bat die Behörden, ihren zweiten Sohn aus Amerika zurückzuholen. Wenige Tage später hatte sie in einer Talkshow das Mitgefühl des ganzen Landes erregt, das nun „die korrupte Vormundschaftsbehörde“ verfluchte. Tags darauf wurde klar, dass es sich hierbei um die schamloseste Show in der Geschichte des „Waisenkrieges“ handelte. Ein Korrespondent der russischen Onlinezeitschrift „Russkij Reporter“ ging in dem Gebiet Pskow auf die Suche nach dem Mutterinstinkt der Julia Kusmina. (more…)