Die türkische Tageszeitung BirGün erklärt, dass sie sich dem Veröffentlichungsverbot bezüglich des Mitschnitts eines Gesprächs über Syrien nicht beugen wird.

27.3.2014
Übersetzung aus dem Türkischen: Translators for Justice
Quelle: http://odatv.com/n.php?n=birgun-yine-fark-yaratti-2703141200

BirGün kündigt den Bericht in der morgigen Ausgabe mit folgendem Vorspann an: „Wir haben keine Angst, wir wollen das Leben unserer Kinder schützen. Verbietet uns doch auch!“ Hier die morgige Titelseite der Zeitung:

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Wir haben keine Angst, wir wollen das Leben unserer Kinder schützen. Verbietet uns doch auch!

„Ich schicke 4 Männer und lasse 8 Raketen feuern!“

In einem Mitschnitt, der auf Youtube veröffentlicht wurde, sagt die Stimme, die dem Chef des türkischen Geheimdienstes, MIT, zugeordnet wird: „Wenn nötig schicke ich vier Männer nach Syrien, lasse acht Raketen auf die Türkei abfeuern und schaffe so einen Kriegsgrund“. Unmittelbar nach Erscheinen des Mitschnitts wurde Youtube in der Türkei gesperrt.

Es sind vier Stimmen zu hören

Wenige Tage vor den Kommunalwahlen tauchen neue Mitschnitte im Internet auf. In dem letzten Audiomitschnitt, der unter dem Nutzernamen „Wahlsteuerung“ hochgeladen wurde, führen vier Personen ein Gespräch über Syrien. Die Stimmen sollen Außenminister Ahmet Davutoğlu, Geheimdienstchef Hakan Fidan, Staatssekretär im Außenministerium Feridun Sinirlioğlu und Vize-Generalstabschef Yaşar Güler gehören.

Außenministerium bestätigt Authentizität

Der Mitschnitt soll über ein Raum-Abhörgerät durchgeführt worden sein. Ahmet Davutoğlu sage darin: „der Ministerpräsident ist der Ansicht, dass dies (das Grabmal von Süleyman Şah)* in der gegenwärtigen Konjuntur als eine Gelegenheit zu betrachten“ sei. Die Stimme, die Hakan Fidan zugeordnet wird, sage: „Wenn nötig, schicke ich vier Männer nach Syrien, lasse 8 Raketen auf die Türkei abfeuern und schaffe so einen Kriegsgrund.“ Das Außenministerium bestätigte die Authentizität des Mitschnitts.

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*Das Grabmal befindet sich in Aleppo auf einer Exklave der Türkei. Es geht um den Schutz der türkischen Soldaten, die das Grabmal bewachen (Anm. der TfJ-Redaktion)

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