Das Polizeiprojekt ‘Der Bürger als Spitzel’: In jeder Straße ein Anzeigekasten

 03.07.2013
Übersetzung aus dem Türkischen: Translators for Justice
Quelle: http://birgun.net/haber/emniyetin-muhbir-vatandas-projesi-her-sokaga-bir-ihbar-kutusu-1183.html

Die Leitung des Amts für öffentliche Ordnung in der Generaldirektion für Sicherheit startet das “Mitwisser-Polizei-Anzeige-Punkte-Projekt”. Bei der Durchführung dieses Projekts wird die Polizei in Vierteln, die sie für geeignet hält, sowohl schriftliche als auch telefonische Anzeigekästen einrichten lassen. Die Polizei unterstützt somit offiziell das ‘Bespitzeln’. Das Ziel des Projekts ist es, den normalen Bürger dazu anzuregen, zu einem ‘Hilfspolizisten’ zu werden.

Durch die Anzeigekästen, die in den Vierteln eingerichtet werden sollen, wird den Bürgern ermöglicht, Anzeigen zu erstatten, ohne ihre Identität preisgeben zu müssen. Mit diesem System kann man sowohl schriftliche als auch akkustische Anzeigen erstatten.
Es wird behauptet, dass diese Anzeigen ‘geheim’ gehalten werden. Es wird angestrebt, das Projekt binnen kürzerster Zeit durchzuführen.

Der Beweggrund der Polizei: In den Vierteln weiß jeder über jeden Bescheid

Die offizielle Erklärung der Polizei lautet folgendermaßen und bietet gleichzeitig die Begründung für diese Praxis: “Bürger, die in den Vierteln als den kleinsten Einheiten der Gesellschaft und der bewohnten Gebiete leben, wissen, auch wenn sie sich persönlich nicht unbedingt sehr gut kennen, immer einiges übereinander und beobachten einander.’

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